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Presse

30 Jahre Fachverband Biogas – 30 Jahre Biogas in Deutschland. Hier finden Sie Zahlen und Infos, Fotos und Pressemeldungen.
      Darüber hinaus wenden Sie sich gerne an: andrea.horbelt@biogas.org

Pressemitteilungen

Fotos

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Infos Biogas

Entwicklung der Biogasnutzung in den letzten 30 Jahren in wenigen Sätzen.
Für mehr Details wenden Sie sich gerne an:
andrea.horbelt@biogas.org
  • Entwicklung Anlagenpark
    Seit 1992 hat sich die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland kontinuierlich erhöht. Waren es im Gründungsjahr des Fachverbandes noch knapp 150 sind es heute über 9.500. Die meisten Anlagen haben eine Leistung zwischen 300 und 500 kW, es gibt aber auch sogenannte „Güllekleinanlagen“ mit 75 kW und weniger und große Anlagen mit 1,5 MW und mehr. Die meisten Anlagen befinden sich im Besitz von Landwirten, die diese neben dem landwirtschaftlichen Hof betreiben oder auch ganz vom Landwirt zum Energiewirt umgesattelt sind.

    Für die Pioniere, die mit dem Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 ans Netz gegangen sind, läuft der Vergütungszeitraum aus oder ist bereits geendet. Diese Anlagen müssen sich nun um eine Anschlussregelung bemühen.
    Zu den Branchenzahlen


  • Wärme
    Bei der Stromerzeugung im BHKW entsteht immer auch Wärme. Diese wurde früher v.a. im angrenzenden Wohnhaus, im Stall und zur Holztrocknung eingesetzt. Über den sogenannten „KWK-Bonus“ ab dem EEG 2004 wurde die Wärmenutzung finanziell angereizt. Mittlerweile verfügt so gut wie jede moderne Biogasanlage über ein Wärmekonzept und versorgt benachbarte Wohnhäuser, Schulen, Bäder oder Turnhallen mit klimafreundlicher und preiswerter Heizenergie aus der Region


  • Artenvielfalt
    Die Energiepflanze mit dem höchsten Gasertrag pro Hektar ist der Mais. In den Biogas-Boom Jahren 2009 – 2011 ist die Anbaufläche für Mais in einigen Regionen stark angestiegen, was der Branche ein sehr schlechtes Image bescherte. Seit 2012 wird der Einsatz von Mais in Biogasanlagen stark reglementiert.
    Mit dem Rückgang der Maisanbauflächen stieg der Anteil alternativer Energiepflanzen wie der Durchwachsenen Silphie oder Wildpflanzen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Projekte, in denen blühende Wildpflanzen für Biogasanlagen angebaut werden – und einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt beitragen
    Zu dem Projekt "Farbe ins Feld"


  • Flexibilität
    Zu Beginn der Biogasnutzung Anfang des Jahrtausends liefen die Anlagen in der Regel auf Grundlast, d.h. durchgängig das ganze Jahr mit voller Leistung. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien, basierend v.a. auf Wind- und Solaranlagen, wurde Biogas als speicherbare und flexible regenerative Energieform gebraucht.

    Das in den Fermentern bei der Vergärung entstehende Gas lässt sich problemlos speichern und je nach Bedarf in Strom und Wärme umwandeln – z.B. an windstillen Abenden. Und bei viel Sonne und Wind kann die Stromproduktion komplett ausgesetzt werden. Heutzutage sind schon mehr als die Hälfte der Biogasanlagen flexibilisiert und können sich dem aktuellen Bedarf anpassen.


  • Grüne Gas/Kraftstoff
    2005 ist die erste Biogas-Aufbereitungsanlage in Pliening bei München ans Netz gegangen. (Link zu Film über Pliening: https://www.youtube.com/watch?v=1LGFxYxYnBk&t=27s). Das in den Fermentern entstandene Biogas wurde erstmals nicht direkt vor Ort in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt, sondern aufbereitet: durch den Entzug des im Biogas enthaltenen CO2 konzentriert sich der Methangehalt auf 98% - und entspricht damit dem von Erdgas. Das so entstandene „Biomethan“ kann anschließend ins Erdgasnetz eingespeist werden.

    Mittlerweile gibt es über 230 Aufbereitungsanlagen. Das eingespeiste Biogas kann z.B. Gasautos getankt werden (Link zum Film mit Nicole:
    https://www.youtube.com/watch?v=xpe0h465fXQ&t=56s), in der Therme verbrannt oder an anderer Stelle in Strom und Wärme umgewandelt werden.

    An einigen Standorten wird das Biogas auch direkt an der Anlage als Kraftstoff angeboten. Vor allem im Schwerlastverkehr ist aufbereitetes Biogas in Form von LNG (liquefied natural gas) eine klimafreundliche Option für die Zukunft.


  • Gärprodukte
    Der Ursprung der Biogasnutzung lag in der Aufbereitung von Gülle zu hochwertigem Dünger. Mittlerweile die Energiegewinnung oberste Priorität. Die Aufbereitung und Veredlung des anfallenden Gärprodukts ist ein Nebenaspekt der zunehmen an Bedeutung gewinnt – v.a. in Regionen mit hohem Gülleaufkommen wie bspw. dem Münsterland. Dabei wird das am Ende des Gärprozesses anfallende Gärprodukt aufbereitet, z.B. in die einzelnen Nährstoffe separiert oder zu Pellets gepresst und verkauft.