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Nachruf - Ekkehard Schneider

18. Juli 1941 – 10. November 2021

Der gebürtige Saarländer gilt zu Recht als wichtiger Biogas-Pionier in Deutschland. Nach dem Studium der Elektrotechnik in Berlin und München begann er seinen beruflichen Werdegang zunächst als Ingenieur im Atomkraftwerk Ohu – was ihn letztlich zum Biogas-Überzeugungstäter machte.

Als einer der Ersten in Deutschland entwickelte und plante er für Landwirte bezahlbare Biogasanlagen. Den Bau dieser Anlagen betreute er oft in „Selbstbaugruppen“, in denen Landwirte sich zusammentaten, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinschaftlich Technik zu kaufen. In den 90er Jahren war er Lehrer und Partner für manchen Planer und späteren Biogasanlagenhersteller, die damals in die Biogastechnologie einstiegen.

Er war bei seinen Kunden ein beliebter Berater, immer da, wenn er gebraucht wurde oder es in einer Biogasanlage mal nicht rund lief. Seine Weggefährten beschreiben Ekkehard Schneider als gesellig, persönlich, ehrlich, überzeugend, zuverlässig und unkonventionell. Seine Leidenschaft galt immer den kleinen landwirtschaftlichen Biogasanlagen und ihren Betreibern.

Ekkehard Schneider war Gründungsmitglied des Fachverband Biogas e.V. im Jahr 1992 und bis 2009 aktives Präsidiumsmitglied. Im Jahr 2011 erhielt er die Heinz-Schultz-Ehrenmedaille des Fachverband Biogas e.V. für sein herausragendes Engagement zur Verbreitung der Biogasnutzung.

Am 10. November 2021 verstarb Ekkehard Schneider in seiner Wahlheimat München nach langer Krankheit. Mit ihm verliert die Biogasbranche einen Pionier und Überzeugungstäter.