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Staatssekretär Frank Doods besichtigt Biogasanlage in Bierbergen

Bierbergen.

Staatssekretär Frank Doods besichtigt Biogasanlage in Bierbergen
Um einen Eindruck von den Möglichkeiten der erneuerbaren Energien zu bekommen, besuchte Umwelt-Staatssekretär Frank Doods am Dienstag Betreiber von Biogas- und Windenergieanlagen im Landkreis Peine. Vor Ort hatte er die Gelegenheit sich über die Rollen von Biogas und Windenergie im Strommix zu informieren und über die Zukunft der Energieträger zu diskutieren.

Betreiber Lutz Decker und Jan van Leeuwen, Staatssekretär Frank Doods,
In Bierbergen in der Gemeinde Hohenhameln begann die Reise beim Satelliten der Firma Energas, die von Familien Decker und van Leeuwen betrieben wird. Dort traf er den CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Plett sowie Horst Seide, Präsident des Fachverbands Biogas (FvB). Die dortige Biogasanlage verfügt über eine Leistung von 3,06 Megawatt (MW), die zusätzlich über ein 800 Kilowatt (kW) sowie ein weiteres 716 kW Blockheizkraftwerk an das örtliche Nahwärmenetz angeschlossen ist und somit insgesamt 105 Haushalte in Bierbergen preisgünstig mit sauberer regionaler Wärme versorgt. 2014 wurde die Anlage auf bedarfsgerechte Stromerzeugung optimiert, sodass sie Strom bereitstellen kann, wenn wenig Sonne und Wind vorhanden sind oder Spitzenleistungen gefragt sind. „Man erwartet von Biogasanlagenbetreibern zwar maximale Flexibilität, durch fossile Überkapazitäten ist diese Dienstleistung jedoch noch nicht wirtschaftlich. Daher müssen Rahmenbedingungen wie die Förderung von Anlagenflexibilisierung auch in Zukunft unterstützt werden“, kritisierte Silke Weyberg vom Fachverband Biogas.
Vertreter des Ministeriums, des Fachverbandes und der Klimaschutzagentur Hannover
Ein wichtiger Baustein der Energiewende ist es die unterschiedlichen erneuerbaren Energieproduzenten in ein lokales Verteilstromnetz zu integrieren. Um Verlässlichkeit zu gewährleisten und die Stromproduktion optimal zu nutzen, kann im Rahmen der Sektorenkopplung Strom mithilfe eines Elektrolyseurs zu Wasserstoff umgewandelt und speicherbar gemacht werden. Dies erhöht die Effizienz der Biogasanlagen und verbessert die Qualität, sodass die Direkteinspeisung in das vorhandene Gasnetz günstiger möglich wird. Wind- und Solarstrom können zudem als Wasserstoff im Mobilitätsbereich zum Einsatz kommen. „Wir sehen durch die Wasserstofftechnologie großes Potential für den ländlichen Raum. Jedoch muss die Bundesregierung schnell agieren und die entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen setzen bereithalten. Ansonsten droht Deutschland international in einem wichtigen Technologiebereich ins Hintertreffen zu geraten“, mahnte Horst Seide, FvB-Präsident.