Zum Inhalt wechseln

ÖDP besichtigt Biogaslage bei Erding

Kleinkatzbach bei Dorfen.
Der ÖDP-Kreisverband Erding hatte zur Besichtigung der Biogasanlage von Gerhard Reger in Kleinkatzbach bei Dorfen eingeladen. Über 25 Besucher sind dieser Einladung gefolgt. Die Anlage produziert durchschnittlich 320KWh Strom. Mit der Abwärme der Anlage werden zusätzlich 50 Häuser mit Wärme versorgt.

Als großen Vorteil von Biogasanlagen sieht Reger die Möglichkeit zur kurzfristigen Energiespeicherung. Damit lassen sich Schwankungen zwischen Energieanforderung und Energieangebot ausgleichen. Denn die Sonne scheint und der Wind weht nicht immer gerade dann, wenn die Energie benötigt wird. Eine Vielzahl von dezentralen Anlagen könnten hier das Stromnetz stabilisieren.

Um die Auslastung seiner eigenen Anlage zu optimieren, produziert er im Sommer nur ca 250 KWh Energie und im Winter, wo mehr Wärme für Heizung der Häuser benötigt wird, 360 KWh.

Die Anlage wird mit ca 45% Maissilage gefüttert, dazu kommen 30% Grassilage und 15% Ganzpflanzensilage (Triticale, Wicken, Silphie, usw.). Alles kommt aus einer Entfernung von maximal 4 km.
Mit diesem Ansatz, so der ÖDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Reiter, hat Reger den Versuch unternommen, die Produktion einer regenerativen Energie (Biogas) als nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu führen. Alle Rohstoffe kommen aus der unmittelbaren Nähe, der hohe Anteil an Dauergrünland dient der Artenvielfahrt und der dauerhaften Kohlenstoffspeicherung im Boden, die Gärreste werden als Dünger auf die Felder ausgebracht, anfallendes Stroh geht in die Rinderhaltung der Nachbarn.