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Biomethan im Verkehrssektor im Fokus des Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2019“

Berlin.

Impressionen

Auch in diesem Januar versammelte der internationale Kongress „Kraftstoffe der Zukunft 2019“ in der Bundeshauptstadt mehr als 600 Experten für eine Fachdiskussion über die technischen und wirtschaftlichen Aspekte rund um die Antriebe von morgen und ihren Beitrag für das Erreichen der Klimaziele. Dabei wurde das Thema Kraftstoff Biomethan gleich in zwei Foren behandelt.
Einen guten Auftakt lieferte der Vortrag von Horst Seide, Fachverband Biogas, mit dem Überblick über die neuen Perspektiven für die Vermarktung von Biomethan, die sich im Zuge der kommenden nationalen Umsetzung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) ergeben werden.
Die Einbindung von Biomethan in regionale Wertschöpfungsketten stand im Mittelpunkt des Vortrags von Frank Scholwin, Institut für Biogas, Kreislaufwirtschaft & Energie, der die Ergebnisse des Projektes „RUM - Regional, Umweltfreundlich, Mobil“ präsentierte.
Michael Kralemann aus dem niedersächsischen 3N Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe behandelte in seinem Vortrag die Bereitstellung von flüssigem Biomethanfür den Fernverkehr, Schwerlastverkehr und die Schifffahrt.
Lars Schulze-Beusingsen, EnergieAgentur.NRW, schilderte regionale Projekte mit Schwerpunkt auf dem Straßenverkehr und der Binnenschifffahrt, in denen gasförmige Kraftstoffe (auch Biomethan) erfolgreich angewendet werden.
Im internationalen Forum lieferte der Impulsvortrag von Andrea Gerini, Natural & Bio Gas Vehicle Association (NGVA Europe), einen Überblick über den aktuellen Stand der CNG- und LNG-Mobilität in Europa und die neuesten regulatorischen Entwicklungen in der EU. So, wird Biomethan im aktuellen Entwurf der Clean Vehicles Directive als Option für die Erreichung der Mindestziele für schwere Nutzfahrzeuge und Busse betrachtet.
Es folgten Berichte aus Großbritannien und Skandinavien. Tom Baldwin, CNG Fuels Ltd., stellte sein Unternehmen vor, die den Aufbau der CNG-Tankstelleninfrastruktur und die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff begleitete. Mattias Svensson, Sheepbrook Consulting, fokussierte sich auf den Förderrahmen und die legislative Landschaft in einigen Ländern Nordeuropas. Die Rahmenbedingungen für Biomethanmarkt sind in dieser Region inhomogen, was eine lokale Überproduktion von Biomethan nach sich zieht bzw. Versorgungsengpässe verursacht. In diesem Zusammenhang wird der grenzüberschreitende Biomethanhandel zu einem Instrument der Entschärfung der Situation und der Beschleunigung des Aufbaus der Biogasbranche.
Die Vorstellung der weltgrößten Anlage mit Standort in Norwegen für die Herstellung von flüssigem Biomethan aus Abfällen der Forstwirtschaft und der Fischerei rundete das Forum ab. Mit einer Jahresproduktion von etwa 125 GWh soll die Anlage einen wesentlichen Teil des nationalen Bedarfs an Kraftstoffen für den Straßenverkehr und die Schifffahrt decken.