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AHK-Geschäftsreise

AHK-Geschäftsreise "Energieeffizienz und Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien für Industriekunden in Indien"

Indien.
Vom 28. November bis 1. Dezember 2017 findet eine AHK Geschäftsreise nach Indien zum Thema „Energieeffizienz und Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien für Industriekunden“ mit einer Fachkonferenz in Neu-Delhi statt.
Fachkonferenz und individuelle Gesprächstermine

Während der Fachkonferenz am 29. November 2017 in Neu-Delhi haben die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit, ihre Produkte, Technologien und Dienstleistungen einem ausgewählten Fachpublikum zu vorstellen

Jeder Teilnehmer erhält vorab eine umfassende Marktstudie, welche detaillierte Hintergrundinformationen zum Thema Energieeffizienz und Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien in Indien beinhaltet und aktuelle Entwicklungen und Potentiale aufzeigt. Darüber hinaus organisiert die Deutsch-Indische Handelskammer (AHK) für jeden Teilnehmer individuelle Termine mit potentiellen Geschäftspartnern vor Ort. Bei der Organisation dieser Termine orientiert sich die AHK an den speziellen Wünschen und Profilen der Teilnehmer der Geschäftsreise.
Zielgruppe/Teilnahme

Die AHK-Geschäftsreise richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Geschäftsbetrieb in Deutschland. Schwerpunkte bei der Zielgruppen sind:

Erneuerbare Energie:

Anlagenbauer, Projektentwickler
EPC Unternehmen
Komponentenhersteller
Finanzierung

Energieffizienz

Kühlung
Drucklufttechnologie
Elektrische Antriebstechnik
Pumpensysteme
Prozesswärmebereitstellung
Wärmerückgewinnung
Mess-, Steuer- und Regeltechnik

Zielmarkt Indien

Um in Zukunft mehr Energie bei gleichzeitiger Diversifizierung des Energiemixes zu produzieren setzt Indien in zunehmenden Maße auf Erneuerbare Energien. Dies hat nicht zuletzt auch mit dem Wunsch zu tun, der steigenden Umweltbelastung durch fossile Energieträger Herr zu werden. Bis 2022 sollen 175 GW (60 Solar PV, 40 GW Solar-PV-Aufdachanlagen, 60 GW Windenergie, 15 GW aus Biogas und Biomasse und 5 GW aus Kleinwasserkraftanlagen) installierter Leistung von Erneuerbaren Energien stammen. Bei einem aktuellen etwas mehr als 44 GW installierter Leistung an Erneuerbaren Energien sind dies ambitionierte Ausbauziele. Mit mehr als 27 GW installierter Windleistung (Zubau 2,7 GW im Jahr 2015) ist Indien schon heute der viertgrößte Windenergieproduzent weltweit. Ähnlich sieht es im Bereich Solarenergie aus. Dort sind heute in Indien schon 7,8 GW installiert (plus ca. 2 GW im Jahr 2015) und die Installationsleistung steigt kontinuierlich. Auch der Ausbau im Bereich Bioenergie und Wasserkraft schreitet voran, wenngleich etwas weniger rasant.

Gerade für Industriekunden bieten Erneuerbare Energien eine interessante Alternative zu Netzstrom, denn dieser ist oft teuer (Mehrverbraucher zahlen aufgrund einer Quersubvention in Indien höhere Strompreise) und auch die Versorgungssicherheit ist nicht gegeben. Durch eine Eigenversorgung mit selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen bietet sich für Unternehmen die Möglichkeit unabhängiger bei der Stromversorgung zu werden und ihre Kosten zu senken. Weil Indien aber oft erst geringe Kapazitäten im Bereich der Technologien rund um Erneuerbare Energien entwickelt hat bietet sich deutschen Unternehmen hier ein weites Betätigungsfeld.

Gleiches gilt für den Bereich der Energieeffizienz. Zwar ist der Ölpreis momentan relativ niedrig aber mit steigenden Energiekosten werden Unternehmen auch wieder auf Einsparpotentiale im Energieverbrauch aufmerksam. Die indische Regierung hat im Jahr 2008 mit dem National Action Plan on Climate Change (NAPCC) erstmals ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen. Teil des Maßnahmenpakets sind dabei auch Vorschriften zur Verbesserung der Energieeffizienz, die im folgenden kurz dargestellt sind:

National Mission on Enhanced Energy Efficiency (NMEEE) 2010 als Teil des National Action Plan on Climate Change (NAPCC) verabschiedet
Gründung des Bureau for Energy Efficiency (BEE) mit Unterstützung der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Perform, Achieve, Trade (PAT) Mechanismus: vgl. Emissionsrechtehandel in der Europäischen Union. Elf vom BEE identifizierte Stromintensive Sektoren sind beauftragt den spezifischen Energieverbrauch um durchschnittlich 4,8% zu reduzieren. Darunter sind: Energieerzeugung, Düngemittelherstellung, Zementproduktion, Eisen- und Stahlproduktion, Chlor-Alkali-Industrie, Aluminiumindustrie, Textilindustrie, Papierindustrie, Raffinerien und der Eisenbahnsektor. Unternehmen die Reduktionsziele übererfüllen, können Energieeffizienzzertifikate an Unternehmen verkaufen, die ihre Reduktionsziele verfehlt haben.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter http://www.german-energy-solutions.de/GES/Redaktion/DE/Veranstaltungen/Intern/2017/Gesch%C3%A4ftsreisen/gr-indien.html.