Trotz oder gerade wegen der angespannten Situation ist die Jahrestagung des Fachverbandes Biogas erneut der Publikumsmagnet zum Jahresbeginn. Zahlreiche Gäste aus mehr als 16 Ländern tauschen sich vom 10. bis 12. Januar in Bremen aus, informieren sich bei den Plenarvorträge oder auf den elf Workshops über aktuelle Forschungsergebnisse und neue Vorschriften und besuchen die weltgrößte reine Biogas-Fachmesse mit mehr als 430 Ausstellern. „Die Resonanz auf die 21. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas ist mehr als erfreulich. Hoffentlich gehen positive Signale von der Veranstaltung aus“, sagte Pellmeyer.
Mehr als 40.000 Menschen sind derzeit in der Biogasbranche beschäftigt – deren Arbeitsplätze gilt es, auch künftig zu sichern und auszubauen. Besonders die Firmen sind nun gefordert, auf die geänderte Gesetzeslage zu reagieren. „Bezahlbare Anlagen unter 75 kW werden gefragt sein, außerdem die neue Marktprämie und gute Wärmekonzepte; Alternativen zum Mais müssen gefunden werden – und allgemein die Effizienz der Anlagen weiter verbessert. Für die Biogasfirmen wird 2012 ein spannendes und herausforderndes Jahr“, konstatiert der Sprecher des Firmenbeirates, Hendrik Becker. Ein neues Betätigungsfeld sieht er im Repowering bestehender Anlagen und im weiteren Ausbau des Auslandsgeschäftes. Viele deutsche Biogasfirmen haben bereits Erfahrungen im Export gemacht oder Tochterunternehmen jenseits der heimischen Grenzen gegründet. Deutschland ist nach wie vor Weltmarktführer in dieser zukunftsweisenden Technologie und hat nun – bei einem schwächeren Inlandsmarkt – die Chance, dieses Know-how verstärkt in die Welt zu tragen. Länder wie beispielsweise Groß-Britannien, Polen und Frankreich, aber auch die USA und China zeigen großes Interesse am Ausbau der Biogasnutzung im eigenen Land.