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Hochschule macht Schule

Biogasanlage in Triesdorf
Triesdorf.

Hochschulstandort wird komplett mit erneuerbaren Energien versorgt - Einsparung von rund 700.000 m³ Erdgas

Triesdorf ist der erste europäische Hochschulstandort, der Wärme und Strom komplett aus erneuerbaren Energie bezieht. Eine Kombination aus Biogasanlage und Hackschnitzelheizung vorsorgt seit September 2009 die rund 50 Gebäude der Triesdorfer Lehranstalten und nun auch den Milchwirtschaftlichen Verein Triesdorf mit Wärme. Neben dieser praktischen Anwendung dient das innovative System auch als Demonstrationsobjekt für Lehre und Forschung.

Die Biogasanlage mit einer el. Leistung von 290 kW und einer Nettowärmeleistung von 260 kW liefert das ganze Jahr über die Basis-Wärme, zwei Hackschnitzelkessel mit einer Gesamtwärmeleistung von 2.150 kW, decken den zusätzlichen Bedarf in der Heizperiode ab. Ein großer Pufferwasserspeicher mit 120 Kubikmeter gleicht die täglichen Bedarfspitzen aus. Zudem speist die Biogasanlage soviel Strom ins öffentliche Netz, um 700 Haushalte zu versorgen. Als „Futter" für die Biogasanlage dient auch das organische Material, das in den Lehranstalten anfällt, z.B. Gülle und Mist. Der Heckenschnitt wandert in die Hackschnitzelheizung. 

Das Bildungszentrum Triesdorf ist nun zu 100 Prozent unabhängig von fossilen Brennstoffen. Rund 822.000 m³ Erdgas, so die Prognose, werden jedes Jahr dadurch eingespart. Die Atmosphäre wird  jährlich um rund 2.900 Tonnen Kohlendioxid (Wärme und Strom) entlastet. 
Naturenergie Triesdorf
agriKomp GmbH