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Treibstoff vom Land

Biogasanlage in Dannenberg
Dannenberg.

Zweite Biogastankstelle im Wendland nutzt Abfälle aus Lebensmittelproduktion - Wendland treibt ökologischen Umbau der Auto-Mobilität voran

Horst Seide ist einer der Biogas-Pioniere im Wendland. 2011 eröffnete er seine erste Biogastankstelle in Dannenberg; mittlerweile betreibt er noch drei weitere Tankstellen in Clenze, Salzweder und Lüchow.

In der Dannenberger Biogasanlage werden Reste aus dem Gemüsebau eingesetzt, die von einem Lebensmittelbetrieb aus dem nahegelegenen Lüchow stammen. Weitere Substrate sind Mais, Hirse, Grassilage und Hühnertrockenkot, die vom Betreiber zugekauft werden. Das erzeugte Biogas wird mittels Aminwäsche zu Biomethan aufbereitet. Die Anlage hat eine Kapazität von 200 Nm3 pro Stunde.

Der Platz für die Biogastankstelle wurde auf dem Tankstellengelände der Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg eG angemietet. Biomethan, das nicht an der Tankstelle gebraucht wird, wird in das Gasnetz der E.ON Avacon eingespeist und kann direkt vom Betreiber in ganz Deutschland bezogen werden.

Der Einsatz von Biomethan für die Mobilität kann zukünftig einen wichtigen Beitrag für die Ökologisierung des Kraftstoffsektors leisten, davon ist Betreiber Seide überzeugt. Und die Kunden profitieren von den günstigen Preisen an der Zapfsäule: mit 5 Euro kann ein durchschnittlicher PKW rund 100 Kilometer zurücklegen.

Mittlerweile fahren bereits 1,16 Prozent der PKWs im Wendland mit Biogas. 
Kraft und Stoff Dannenberg GmbH & Co. KG
Horst Seide, Tel.: 05865/1247, seide@biogastankstelle.de